Moderne Prinzessinnen wissen genau, was sie wollen. Sie pfeifen auf den Thron – aber ein eigenes Reich muss schon sein. Und das, bitteschön, mit Stil. Die Zeiten einfallsloser Kinderzimmer für Mädchen in Rosa oder Pink sind vorbei, heute darf es bunt sein.
Der italienische Kindermöbel-Hersteller Colombini zum Beispiel setzt auf Farben – wohldosiert und mit Sinn für Ästhetik. Knallgrüne Türen zum weißen Schrank, ein orangefarbenes Bett und dazu passende Buchregale zum Beispiel finden sich in der Serie Eresem. Wobei das Ganze auch in Rot und Blau oder Pink und Grün zu haben ist. Die Schränke, mit und ohne Türen, bieten genug Platz für all die wichtigen Dinge, die in einem Kinderzimmer für Mädchen unterzubringen sind. Die Fuß- und Kopfenden der Betten sind geformt wie Blätter oder Wellen und setzen witzige Akzente. Bei einigen Schränken setzt Colombini auf den Kontrast zwischen Farbe und Holzstruktur, einige Regale erinnern an Farbkleckse. Dazu passen bunte, runde Teppiche oder originelle Details wie aufgemalte Pacman-Figuren.
Raumaufteilung mit Zukunft
Das Fundament jeder Einrichtung ist die klare Struktur. Ein Kinderzimmer sollte Zonen für Schlafen, Spielen, Lernen und Verstauen bieten – auch in kleinen Räumen. Ein Hochbett oder ein Bett mit Schubladen schafft Platz für Spiel- oder Arbeitsflächen darunter. Regale, die als Raumteiler fungieren, können Bereiche abgrenzen, ohne den Raum zu zerteilen.
Mehr lesen: Kinderzimmer – welche Größe sinnvoll ist
Wichtig ist, dass die Aufteilung flexibel bleibt. Kinder entwickeln sich schnell, und mit ihnen ändern sich die Anforderungen. Möbel, die sich anpassen lassen, sind hier besonders sinnvoll: Schreibtische mit höhenverstellbarer Platte, modulare Regalsysteme oder Betten, die sich später erweitern lassen.
Farben mit Atmosphäre statt Klischee
Das klassische Rosa hat längst Konkurrenz bekommen. Helle Pastelltöne, Naturfarben oder Akzente in Salbei, Terrakotta und Himmelblau schaffen eine ruhige, freundliche Atmosphäre. Mutige Farbakzente dürfen durchaus vorkommen, sollten aber sparsam eingesetzt werden – etwa an einer Wand oder in Textilien.
Farben beeinflussen das Raumgefühl: Helle Nuancen öffnen den Raum, warme Töne vermitteln Geborgenheit. Wer Farbtöne aufeinander abstimmt, vermeidet Unruhe. Besonders harmonisch wirken Kombinationen aus Weiß, Holz und sanften Akzentfarben.
Stauraum als Teil der Gestaltung
Ordnung ist im Kinderzimmer eine besondere Herausforderung. Stauraum muss daher leicht zugänglich und logisch angeordnet sein. Niedrige Regale, offene Boxen und Schubladen erleichtern Kindern das Aufräumen.
Körbe aus Naturmaterialien, Stoffboxen oder Rollcontainer bringen Struktur, ohne den Raum zu überladen. Möbel mit geschlossenen Fronten sorgen für Ruhe im Gesamtbild – ideal für kleine Zimmer. Ein Kleiderschrank mit variabler Inneneinteilung wächst mit und kann später auch jugendliche Bedürfnisse erfüllen.
Licht für Spielen, Lernen und Entspannen
Licht schafft Stimmung und Orientierung. Eine zentrale Deckenleuchte sorgt für Grundhelligkeit, während Schreibtisch- und Nachttischlampen gezieltes Licht spenden. Warmweiße LED-Leuchten sind energiesparend und augenschonend.
Für Gemütlichkeit sorgen indirekte Lichtquellen: Lichterketten, Wandlampen oder kleine Nachttischleuchten schaffen abends eine sanfte Atmosphäre. Wer mag, kann farbige Lichter einsetzen, etwa in sanftem Rosa oder warmem Goldton – als Akzent, nicht als Dauerbeleuchtung.
Möbel mit abgerundeten Formen und langlebiger Qualität
Kindgerechtes Design heißt nicht kurzlebig. Hochwertige Möbel aus Massivholz oder MDF mit schadstoffarmen Lacken halten viele Jahre und lassen sich später anpassen. Abgerundete Ecken und stabile Verbindungen sorgen für Sicherheit.
Verzichtet werden sollte auf zu verspielte Motive, die schnell aus der Mode kommen. Ein schlichter Stil mit klaren Linien bildet die Grundlage, die sich mit Textilien und Deko immer wieder verändern lässt – je nach Alter und Interesse.
Raum für Kreativität
Kinder brauchen Freiraum für Ideen. Eine kleine Wandtafel, ein Maltisch oder ein Regal für Bastelmaterialien regen zum Gestalten an. Auch ein Platz, an dem Selbstgemachtes präsentiert werden darf – etwa eine Korkwand oder Magnettafel – gibt dem Zimmer Persönlichkeit.
Für jüngere Kinder kann ein Tipi oder Baldachin eine kleine Rückzugszone schaffen. Bei älteren Mädchen bieten gemütliche Sitzsäcke oder eine Leseecke Platz zum Entspannen.
Textilien und Details mit Charme
Textilien verleihen Wärme und machen den Raum wohnlich. Teppiche, Vorhänge und Kissen dürfen weich, aber pflegeleicht sein. Baumwolle, Leinen und Wolle sind natürliche Materialien, die das Raumklima positiv beeinflussen.
Bei der Dekoration gilt: lieber wenige, sorgfältig ausgewählte Stücke. Ein großes Wandbild, ein schöner Lampenschirm oder ein besonderes Möbelstück genügen, um den Raum zu prägen. Kleine Details – etwa eine Bettwäsche mit Lieblingsmotiv oder farbige Griffe am Schrank – setzen persönliche Akzente.
Ein Raum, der mitwächst
Das ideale Mädchenzimmer begleitet mehrere Lebensphasen. Möbel in neutralem Design, modulare Systeme und anpassbare Farben machen es leicht, den Stil später zu verändern.
Ein durchdachtes Kinderzimmer vereint Funktion und Persönlichkeit – es gibt Raum zum Spielen, Lernen und Träumen. Und es zeigt, dass kindgerechtes Wohnen nichts mit Klischees zu tun hat, sondern mit Haltung: Ordnung, Freiheit und der Freude am Gestalten.
Mitwachsen ist wichtig bei einem Kinderzimmer für Mädchen wie für Jungen. Das gehört mit zum Konzept des badischen Unternehmens Rauch. „Leoni“ heißt das Mädchenzimmer in Weiß oder Holztönen, zu dem sich wunderbar andere Farben kombinieren lassen. Der Blaue Engel schwebt über dem Mädchenzimmer, das aus Bett (mit Himmel), Regalschrank und Wickelkommode – für ältere Mädchen mit Kommode – ausgestattet ist.
Das Kinderzimmer Unoxtutti von Giessegi für Mädchen ist in Weiß und Lavendel gehalten. Dazu gehört ein einklappbares Bett, der Schreibtisch kann ins Regal eingeschoben werden. Und schon ist Platz zum Tanzen. Das Bett ist in die Regal- und Schrankwand integriert, hier ist genug Platz für alles, was ein Mädchen so unterzubringen hat. Der Schreibtisch steht unter einem luftigen Buchregal.
