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Hat der Fernseher im Wohnzimmer noch eine Zukunft?

In Zeiten von Streamingdiensten, Tablets und Smartphones stellen sich Viele die Frage, ob ein klassischer Fernseher im Wohnzimmer überhaupt noch nötig ist. Während manche Haushalte längst auf andere Geräte umgestiegen sind, bleibt der Fernseher für viele dennoch ein zentrales Möbelstück. Aber was spricht heute noch für das Gerät – und wie integriert man es sinnvoll in den Raum?

Mit Netflix, Amazon Prime oder Mediatheken in der Hosentasche scheint der große Bildschirm auf den ersten Blick überflüssig geworden zu sein. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich nach wie vor Vorteile. Besonders bei Familien oder in Wohngemeinschaften bleibt der Fernseher ein gemeinschaftlicher Treffpunkt. Gemeinsam einen Filmabend genießen, Nachrichten in guter Ton- und Bildqualität sehen oder Spielekonsole nutzen – das lässt sich auf einem großen Bildschirm schlicht komfortabler umsetzen als auf einem kleinen Tablet.

Auch bei älteren Menschen ist der Fernseher weiterhin das bevorzugte Medium. Das bequeme Fernsehen auf Knopfdruck ist barriereärmer als das Navigieren durch komplexe Streaming-Menüs.

Die richtige Größe: Wie viel Zoll braucht ein Wohnzimmerfernseher?

Entscheidend für den optimalen Fernseher ist der Sitzabstand. Eine grobe Faustregel: Der Abstand zum Gerät sollte etwa dem 2,5- bis 3-fachen der Bildschirmdiagonale entsprechen. Wer also etwa drei Meter vom Gerät entfernt sitzt, ist mit einem Fernseher von 50 bis 65 Zoll gut beraten. Moderne UHD-Geräte ermöglichen sogar geringere Abstände, ohne dass das Bild an Qualität verliert. Wichtig ist, dass der Fernseher nicht zu klein gewählt wird – sonst wirkt der Filmabend eher ernüchternd.

Der ideale Platz: Wo gehört der Fernseher hin?

Die beste Position für einen Fernseher ist dort, wo keine direkten Lichtquellen blenden – etwa gegenüber von Fenstern. Denn Tageslicht, das direkt auf den Bildschirm fällt, kann nicht nur Spiegelungen verursachen, sondern auch die Farben auswaschen. Ideal ist ein Platz an einer Wand ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wer die Wand dennoch nutzt, auf die das Fenster gerichtet ist, sollte Vorhänge oder Rollos einplanen.

Auch ein Fernseher direkt vor einem Fenster ist wenig ratsam: Neben den Lichtreflexen erschwert das Gegenlicht tagsüber den Fernsehgenuss. Besser ist eine seitliche Platzierung. Sollte es nicht anders möglich sein, helfen spezielle Anti-Reflexionsfolien oder Fernseher mit mattem Display.

Integration ins Wohnzimmer: Technik darf zurückhaltend sein

Moderne Wohnzimmer setzen oft auf dezente Medienmöbel oder gar Lösungen, bei denen der Fernseher verschwindet. Flache Geräte können direkt an die Wand montiert werden, manche Designs ermöglichen es sogar, das Gerät hinter Schiebetüren oder in Sideboards zu verstecken.

Auch die Kombination mit Bildern oder Wandpaneelen kann den Fernseher optisch beruhigen. Wer auf Design achtet, sollte außerdem auf schmale Rahmen und möglichst reduzierte Formen achten.

Fernseher bleiben – aber anders

Auch wenn sich das Medienverhalten gewandelt hat, bleibt der Fernseher für viele ein fester Bestandteil des Wohnzimmers. Allerdings rückt das klassische Gerät immer mehr aus dem Zentrum und wird zu einem Teil des Gesamtkonzepts. Mit der richtigen Platzierung und einer passenden Größe lässt sich auch heute noch ein harmonisches und funktionales Wohnzimmer gestalten – ganz gleich, ob man lineares Fernsehen oder Streaming bevorzugt.