Wer seinen Wohnraum optimal nutzen möchte, kommt an Einbaumöbeln nach Maß kaum vorbei. Sie schaffen Stauraum an Stellen, an denen herkömmliche Möbel an Grenzen stoßen – unter Dachschrägen, in Nischen, entlang schwieriger Grundrisse oder über ganze Wandflächen hinweg. Maßanfertigungen sind allerdings eine Investition.
Sie kosten mehr als Standardlösungen aus dem Möbelhaus, bieten dafür aber passgenaue Gestaltung, langlebige Materialien und eine Wertigkeit, die oft deutlich über dem üblichen Niveau liegt.
Warum Maßmöbel ihren Preis haben
Maßgefertigte Einbaumöbel werden individuell geplant, gefertigt und vor Ort eingebaut. Anders als modulare Serienmöbel entstehen sie nicht in Massenproduktion, sondern in handwerklicher Einzelarbeit. Jeder Millimeter wird berücksichtigt, Materialien werden exakt zugeschnitten und Oberflächen nach Wunsch ausgeführt. Dieser Aufwand spiegelt sich im Preis wider, führt aber auch zu einer Qualität, die viele Jahre zuverlässig bleibt.
Entscheidend ist außerdem die Stabilität. Maßschränke nutzen oft hochwertigere Plattenmaterialien, Massivholzanteile oder robuste Beschläge, weil sie auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Sie fügen sich nahtlos ins Raumkonzept ein und wirken dadurch wie ein Bestandteil der Architektur – ein ästhetischer Mehrwert, der zusätzlich zur Nutzfläche zählt.
Was kostet ein maßgefertigter Schrank?
Die Preise variieren stark je nach Größe, Material, Ausstattung und Komplexität der Einbausituation. Für typische Wohnsituationen lassen sich folgende Richtwerte nennen:
- Einbauschrank in einer Nische (zwei bis drei Türen): etwa 2.000 bis 4.500 Euro
- Schrank unter Dachschrägen: etwa 3.500 bis 7.000 Euro
- raumhoher Wandschrank über mehrere Meter: etwa 4.000 bis 10.000 Euro
- komplexe Lösungen mit Schubladen, Innenbeleuchtung oder Spezialbeschlägen: bis 15.000 Euro und mehr
Wer besonders hochwertige Materialien wie Massivholz, Echtholzfurniere oder lackierte Fronten wählt, sollte mit höheren Kosten rechnen. Auch Innenausstattungen wie Vollauszüge, Kleiderlifte, Glasböden oder integrierte Beleuchtung wirken sich spürbar auf den Preis aus.
Welche Faktoren den Preis bestimmen
Ein zentrales Element ist die Planungsleistung. Je individueller und technisch anspruchsvoller der Schrank, desto intensiver wird die Vorarbeit. Dazu gehören Aufmaß, 3D-Planung, Materialberatung und Konzeptvorschläge. Hinzu kommt die Fertigungszeit in der Werkstatt und der Einbau vor Ort.
Auch der Standort spielt eine Rolle. In Altbauten mit unebenen Wänden und Böden ist mehr Ausgleichsarbeit nötig, während Neubauten oft präzisere Voraussetzungen bieten. Schränke mit Gehrungsschnitten oder gebogenen Elementen erfordern zusätzliches handwerkliches Können.
Warum sich die Investition dennoch lohnt
Einbaumöbel nach Maß schaffen nicht nur Stauraum, sie werten Räume funktional und optisch auf. Besonders in Wohnungen mit begrenzter Grundfläche gewinnen Haushalte dadurch Quadratmeter zurück, die zuvor ungenutzt waren. Ein maßgefertigter Schrank schafft Ordnung, reduziert sichtbaren Besitz und sorgt für ruhige, strukturierte Räume.
Langfristig betrachtet sind maßgefertigte Lösungen oft wirtschaftlicher, weil sie Jahrzehnte halten und nicht – wie viele Standardmöbel – nach einigen Jahren ersetzt werden müssen. Sie erhöhen zudem den Wohnwert einer Immobilie und können beim Verkauf oder bei der Vermietung positiv ins Gewicht fallen.
Für wen Maßmöbel besonders geeignet sind
Sinnvoll sind Einbaumöbel überall dort, wo Standardlösungen nicht passen: in schmalen Fluren, kleinen Schlafzimmern, unter Treppen oder in Dachgeschossen. Auch Haushalte, die einen sehr aufgeräumten, klaren Wohnstil bevorzugen, profitieren von maßgefertigten Möbeln. Für Familien entstehen damit praktikable Ordnungszonen, für Singles und Paare entsteht ein Interior, das individuell wirkt und jeden Zentimeter sinnvoll nutzt.
Maßschränke sind nicht die günstigste Lösung, aber eine, die Funktionalität und Gestaltung dauerhaft miteinander verbindet – und damit zu den wertigsten Investitionen im Innenausbau gehört.
